Die Schlösserrunde - Schlösser links der Elbe.

Pirna - Liebstadt - Lauenstein - Weesenstein - Großsedlitz - Pirna.

Tourenbeschreibung

Länge ca. 75 km
gesamter Höhengewinn ca. 900 m
Schwierigkeit mittel

Die hier beschriebene Tour führt von Pirna durch das Bahretal nach Liebstadt, weiter über Löwenhain und Geising in das Müglitztal bei Lauenstein. Im Müglitztal geht es über Glashütte nach Weesenstein, hinauf auf die Ebene zum Barockgarten Großsedlitz und an der Elbe zurück nach Pirna. Durch den überwiegend guten bis sehr guten Straßenbelag kann diese Tour auch für Rennräder empfohlen werden. Es gibt auch ein Höhenprofil dieser Tour. Weitere Dateien stehen im Downloadbereich bereit.

Als ich am 29.05.2003 diese Tour unternahm, waren im Müglitztal wegen des Hochwassers vom August 2002 noch einige Straßenbaustellen. Diese stellten sich jedoch nicht als besonders hinderlich dar. Die Müglitztalbahn, welche bei dem Hochwasser auf einigen Teilstücken komplett zerstört wurde, soll im Sommer 2003 zwischen Heidenau und Glashütte, Ende 2003 auf der gesamten Strecke bis Altenberg, wieder in Betrieb genommen werden. So kann man dann ab Geising oder einem weiter unten gelegenen Haltepunkt auch die Tour mit dem Zug verkürzen.
Wie die meisten anderen, so startet auch diese Tour am Bahnhof in Pirna (WP0). Wir verlassen den Bahnhofsvorplatz und fahren geradeaus auf dem Radweg neben der Bahnhofstraße. Diese biegt dann gleich links ab, wir fahren jedoch weiter geradeaus und befinden uns nach der Brücke über die Gottleuba auf der Maxim-Gorki-Straße. Hier endet dann auch bald der Radweg und wir müssen die Straße benutzen. An der kommenden Ampelkreuzung ordnen wir uns in die Linksabbiegerspur ein und biegen folgerichtig nach links auf die B172 (Richtung Bad Schandau) ein, verlassen diese jedoch nach nur wenigen Metern nach halbrechts in die Einsteinstraße. Hier begleitet wieder ein Radweg die Straße. An deren Ende biegen wir nach der Überquerung der Seidewitz wiederum nach rechts ab (WP10-01). Unmittelbar vor dieser Brücke ist auf der rechten Seite ein Supermarkt. Hier kann man sich also noch mit Proviant für die Tour eindecken. Wir fahren nun die Zehistaer Straße entlang. Auch hier gibt es einen Radweg. Die Absenkungen an den Ausfahrten aus den Grundstücken sind allerdings etwas heftig geraten, so daß man bei höherem Tempo zusammengestaucht wird.
Nach insgesamt knapp 2km gabelt sich am Gasthof "Zur Post" die Straße; wir wählen den rechten Zweig und folgen dem Wegweiser "Liebstadt" (WP10-02). Nur 500 Meter weiter überqueren wir die eingegangene Eisenbahnlinie von Pirna nach Cotta. In einem Tunnel dieser Strecke waren im Zweiten Weltkrieg wertvolle Gemälde aus den weltbekannten Sammlungen der Dresdener Gemäldegalerie ausgelagert. Unmittelbar nach dem Bahnübergang biegen wir nach links in das Bahretal ein (WP10-03, Richtung "Borna-Gersdorf"). In diesem teils sehr eng eingeschnittenen Tal geht es auf guter Straße leicht bergan weiter nach Friedrichswalde-Ottendorf. Wir kreuzen diesen Ort (WP10-04) und fahren weiter geradeaus und bergan nach Borna-Gersdorf. Gleich am Ortseingang biegen wir nach rechts ab (WP10-05). Es folgt ein langgezogener Anstieg durch das Dorf Borna. Nach dem Ende des Dorfes stoßen wir auf eine Straße, in welche wir nach links einbiegen (WP10-06). An diesem Abzweig hat man eine gute Sicht über die Tafelberge der Sächsischen Schweiz, das Elbtal bei Pirna bis nach Dresden und von etwas weiter oben auch auf das Erzgebirge; entsprechendes Wetter natürlich vorausgesetzt. In wenigen Jahren wird hier die neue Autobahn A17 von Dresden nach Prag entlangführen. Diese folgt auf deutscher Seite übrigens weitestgehend der Alten Dresden-Teplitzer Poststraße.
Wir tangieren das kleine Dörfchen Herbergen naur am Rande, lassen kurz nach einem Wasserhügel einen mit einem Wanderwegweiser "Liebstadt" und einer Sperrscheibe versehenen Weg unbeachtet (WP10-07) und gelangen weiter die Straße benutzend nach etwas auf und ab an eine Einmündung (WP10-08). Hier biegen wir rechts in Richtung Liebstadt ab. Nach kurzer Abfahrt befinden wir uns in einem Tal, welches uns nach Liebstadt führt. Dazu biegen wir am Grunde des Tales wiederum nach rechts ab (WP10-09). Wenn wir den Ortsanfang von Liebstadt erreichen, grüßt uns von oben herab Schloß Kuckuckstein. Der Zugang zum Schloß ist von der Straße aus gut beschildert (WP10-10).
Nur noch kurz geht es talwärts, dann ist das "Zentrum" von Liebstadt erreicht. Am Stop-Schild biegen wir nach links ab (WP10-11). Die Glashütter Straße fahren wir nun wieder bergan und halten uns dabei immer an den Döbraer Bach. Auch an einer Gabelung (WP10-12) bleiben wir auf dieser Straße. Nach weiteren 550m zweigt rechts eine Straße nach Berthelsdorf ab (WP10-13). Wer keine Lust mehr hat, kann hier abkürzen und gelangt über Berthlesdorf nach Schlottwitz. Wir halten jedoch zur Stange und fahren weiter geradeaus. Es geht weiter die Straße bergan und weiter immer geradeaus. Das lange Straßendorf Döbra wird durchfahren und auch am Abzweig an dessen Ende (WP10-15) geht es weiter geradeaus.
Im folgenden Ort Walterdorf biegen wir an der Schmiede (WP10-16) rechts ab. Es folgt eine schmale, gut asphaltierte Allee über ansonsten freies Feld. Es folgt wieder ein leichtes auf und ab und so gelangen wir nach Liebenau. An der Einmündung an der Kirche (WP10-17) biegen wir nach links ab. Wir fahren nun knapp 1,5km das Dorf bergan bis wir eine Kreuzung erreichen, an welcher die Vorfahrt beachtet werden muß (WP10-18). Hier wird nach rechts abgebogen und schnell in eine kleine Übersetzung geschaltet, denn es folgt ein kräftiger, aber nicht langer Anstieg. Danach kommt jedoch eine schöne Abfahrt hinab in das Müglitztal. Unten angekommen (WP10-19), kann man rechts die Bauarbeiten für einen Staudamm sehen. Hier entsteht ein Rückhaltebecken, welches eine solch verheerende Flut wie im August 2002 unmöglich machen soll.
Wir fahren hier weiter geradeaus und biegen erst 500m weiter nach rechts ab (WP10-20). Was nun kommt, ist Arbeit. Wir verlassen das Müglitztal vorerst wieder und erklimmen die Steigung nach Löwenhain. Diese Steigung zieht sich 3,24km und 150 Höhenmeter hin, denn erst am Ende von Löwenhain ist der höchste Punkt (WP10-21, 680m) der Tour erreicht. Von nun an geht's bergab. Auf einer leider gepflasterten Straße rollen wir hinab nach Geising. Wir fahren geradewegs durch das Örtchen hindurch, bis wir an eine Hauptstraße kommen (WP10-22). Hier wird nach rechts abgebogen. Diese Straße ist etwas stärker befahren als die Strecke bisher, der Verkehr hält sich aber noch in Grenzen. Der Bach dieses Tales nennt sich Rotes Wasser; so benannt, weil sich früher durch die Zinnwäsche in Altenberg das Wasser tiefrot färbte. In Lauenstein (WP10-23) stoßen wir wieder auf das Müglitztal. Über Bärenstein und Bärenhecke (WP10-24) führt uns die Straße nach Glashütte. Am Ortseingang müssen wir eine Behelfsbrücke aus Stahl passieren, da die eigentliche Brücke nach dem Hochwasser noch nicht wieder hergerichtet wurde. Die Stadt Glashütte ist für ihre Uhren berühmt und so manche Edelfirma hat hier ihren Sitz. Es gibt auch ein Uhrenmuseum. Auch in Glashütte (WP10-25, Kreuzung am Bahnhof) bleiben wir auf der Hauptstraße.
Es geht weiter durch das malerische Müglitztal; besonders im Herbst versinken hier die Bäume in einem Farbenrausch. Die Müglitz lädt auch immer wieder zu einer kleinen Rast ein, damit der Radler seine Füße in des erfrischende Naß tauchen kann. Am Ortseingang von Schlottwitz kommt von rechts die weiter oben erwähnte Abkürzung von Liebstadt über Berthelsdorf. Schlottwitz liegt in einem ungewöhnlich langen geradem Stück des Müglitztales. Es besitzt daher sogar zwei Bahnhöfe (Ober- und Niederschlottwitz, WP10-26). Es geht weiter durch das Müglitztal über Mühlbach (WP10-27, Bahnhof) nach Weesenstein. Dieser kleine Ort wurde durch die Wassermassen der Müglitz stark heimgesucht und es wurde so manche tiefe Wunde wurde in das Herz des Ortes gerissen. So sind auch unterhalb von Schloß Weesenstein (WP10-28) einige leere Flecken zu sehen, auf denen bis zum August 2002 noch Häuser standen. (Doku-Soup des ZDF über Weesenstein nach der Flut).
Weiter geht es auf unserer Tour im Müglitztal bis Köttewitz. An einem Abzweig (WP10-29) verlassen wir das Tal nach rechts in Richtung Großsedlitz und fahren eine kleine Steigung hinauf. Oben auf der Ebene angekommen, erwarten uns schon die Staubfahnen der Baustelle der Autobahn A17. In der Hoffnung, nicht gerade durch große Lkw´s traktiert zu werden, fahren wir die 1,7km bis zu dem Abzweig, welcher nach links in Richtung Großsedlitz weist (WP10-30). Hier können wir nun den braunen Wegweisern zum noch 900m entfernten Barockgarten Großsedlitz (WP10-31) folgen. Hier können wir noch einmal so richtig entspannen und uns in die Zeit des sächsischen Prunkkönigs August der Starke zurückversetzen lassen. (Zur Homepage des Barockgartens)
Zurück bei den Rädern am Schloßeingang, geht es in gleicher Richtung wie bei der Ankunft hier weiter in die Apfelallee hinein. Dies ist das einzige Stück dieser Tour mit einem Wiesenweg. Dieser ist jedoch so schlecht nicht und ganz gut befahrbar. Auf diesem Weg geht es hinab in das Elbtal. Am Ende des Weges queren wir die stark befahrene B172 (WP10-32) und fahren eine gepflasterte Straße hinab. Unter der niedrigen Brücke der Eisenbahn befindet sich der Zugang zum Haltepunkt Heidenau-Großsedlitz der S-Bahn Dresden - Pirna.
Nach nur wenigen Metern erwartet uns dann schon der Elbradweg (WP10-33). Dieser verlief hier noch auf der Straße, Ende Mai waren die Bauarbeiten für den straßenbegleitenden Radweg jedoch schon nahezu abgeschlossen und eine Freigabe wird wohl im Juni 2003 erfolgen. Wir biegen hier also nach rechts ab (wer weiter in Richtung Dresden fahren möchte, verabschiedet sich hier und biegt links ab) und folgen dem Radweg. An der Tetzelsäule führt dieser weiter an die Elbe hinab. Unter der neuen Elbbrücke hindurch ist bald Pirna erreicht. Kurz vor der alten Elbbrücke, am Carolabad (WP10-34, Bootshaus der Ruderer und meist ist hier eine Freiluft-Gastwirtschaft aufgebaut), biegen wir nach rechts ab. Dann wird unter zwei Brücken hindurchgefahren, die Klosterstraße gequert und nach rechts in die für Busse und Radler freie Gartenstraße abgebogen. Von der folgenden Ampelkreuzung ist rechts schon der Bahnhof von Pirna (WP0) zu sehen und damit hat sich die Runde geschlossen.
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  Blick oberhalb von Liebenau zum Geising. Im Müglitztal, rechts neben der Straße war einmal die Eisenbahn.
  Blick oberhalb von Liebenau zum Geising. Im Müglitztal, rechts neben der Straße war einmal die Eisenbahn.
Im Müglitztal, Behelfsbrücke oberhalb von Glashütte. Im Müglitztal, Schloß Weesenstein.  
Im Müglitztal, Behelfsbrücke oberhalb von Glashütte. Im Müglitztal, Schloß Weesenstein.  
Literaturempfehlung:
Last update:
7.09.2004
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