Die Tälerrunde.

Vom Gottleubatal über das Bahratal und Bielatal in das Elbtal.

Tourenbeschreibung

Die hier beschriebene Tour führt von Pirna durch das Gottleuba- und Bahratal nach Markersbach, hinüber nach Bielatal, vorbei an sagenhaften Sandsteinwänden hinab nach Königstein. Die Rückfahrt kann dann je nach Zeit und Kondition mit dem Zug oder auf dem Elbradweg erfolgen. Durch den überwiegend guten bis sehr guten Straßenbelag kann diese Tour auch für Rennräder empfohlen werden. Es gibt auch ein Höhenprofil dieser Tour. Weitere Dateien stehen im Downloadbereich bereit.
Diese Tourenbeschreibung beginnt am Bahnhof in Pirna (WP0-1). Der Weg führt vom Bahnhofsvorplatz über die Ampelkreuzung geradeaus auf die Maxim-Gorki-Straße. An der folgenden Ampelkreuzung wird nach links auf die B172 abgebogen, diese viel befahrene Straße wird jedoch nach 30m gleich nach halbrechts in die Einsteinstraße wieder verlassen. Auf dem Radweg geht es weiter bis zur Gabelung, wo nach links abgebogen wird. Nach der Aral-Tankstelle gleich wieder halbrechts auf den Radweg der Rottwerndorfer Straße. Diese ist im Stadtgebiet noch stark befahren, besitzt jedoch Radwege. Neben der Straße verlaufen die Gleise der vor vielen Jahren eingestellten Eisenbahnstrecke. Nach der Kreuzung hinter dem verfallenen Schloß Rottwerndorf wird der Verkehr gering, so daß das Fehlen eines Radweges nicht weiter schlimm ist. Alsbald haben wir auch das Stadtgebiet verlassen und befinden uns im immer enger werdenden Tal des Flüßchens Gottleuba. Nach 10,0km erreichen wir den Langenhennerdorfer Wasserfall (WP2-01). Im nun folgenden unteren Teil des Dorfes Langenhennerdorf ist noch ein Viadukt der stillgelegten Eisenbahn über die Gottleuba zu sehen; vorbei am ehemaligen Bahnhof geht es wieder durch den Wald bis zu einer Straßengabelung. Hier an der Zwieselbrücke (WP2-02) verlassen wir das Gottleubatal und biegen nach links in das Bahratal ab. In dem eingeschnittenen Tal gewinnen wir unter stetigem leichten Bergauffahren weiter an Höhe. Im Örtchen Bahra, welches nach 14,5km und 42min erreicht ist, bleiben wir auf der Hauptstraße in Richtung Bahratal. Am Ortsausgang gibt es ein kleines Freibad. Nach 17,3km und 49 Minuten Fahrzeit ist Bahratal, Ortsteil Markersbach erreicht. Am Gasthof "Zur Linde" (WP2-03) verlassen wir die Hauptstraße nach links in Richtung Bielatal. Jetzt heißt es: Zähne zusammenbeißen und durch. Es folgt ein etwa 1,3km langer Anstieg mit bis zu 14% Steigung und einem Höhenunterschied von 90m (WP2-04). Als Trost kann ja gelten, daß nach jedem Anstieg auch wieder eine Talfahrt kommt. Und diese folgt auch sogleich, langgezogen und nicht so steil, daß man seine gewonnene Energie mit Bremsen zunichte machen muß. Es ist eine Fahrt über eine mehr oder weniger ebene Hochebene mit leichtem Gefälle. Von dieser Strecke aus ergeben sich phantastische Blicke auf die Felsenwelt der Sächsischen Schweiz vor uns, z.B. links die Festung Königstein und rechts das Massiv des Pfaffensteins mit der Barbarine. Nach 23km geht es vorbei am Gasthof Hermsdorf (WP2-05) immer geradeaus. Dabei aufpassen, daß die Hauptstraße nach rechts ins Bielatal abzweigt, wir jedoch bleiben oberhalb und fahren deshalb geradeaus durch Hermsdorf, einen Ortsteil von Bielatal.
Wenn die Hauptstrasse nun ein weiteres mal nach rechts abbiegt, bleiben wir auch hier geradeaus und fahren auf einen schmalen asphaltierten Weg (WP2-06). Dieser Streckenabschnitt ist Teil des Fernwanderweges Eisenach - Budapest. Nach insgesamt 25,3km erreichen wir eine Wegkreuzung (WP2-07). Hier empfiehlt sich ein kleiner Abstecher nach links in das Labyrinth (WP2-08). Wer gleich weiter will, der fährt hier leicht rechts in die sogenannte "Hirschstange" in Richtung Königstein. Der Weg zum Labyrinth geht steil bergan, ist aber gut zu befahren. Nach 700m ist ein kleiner Platz erreicht, auf dem linkerhand ein Tisch und zwei Holzbänke stehen. Hier kann man die Räder abstellen und zu Fuß einen schmalen Pfad nach rechts hinauf zum Felsgebilde Labyrinth gehen. Auf gleichem Wege geht es nun wieder bis zur Wegkreuzung zurück und wir folgen der Forststraße geradeaus in die "Hirschstange" hinein. Links erstreckt sich das zerklüftete Massiv der Nikolsdorfer Wände, rechts kann man immer wieder das Städtchen und die Festung Königstein sehen. In rasanter Fahrt geht es nun bergab, denn die Qualität der Straße ist ganz in Ordnung. Verfahren kann man sich auf diesem Stück eigentlich nicht, denn es geht immer geradeaus. Nach knapp 3,5km (WP2-10) treffen wir auf eine Straße, welcher wir nach sehr scharfer Rechtskurve weiter ins Tal Richtung Königstein folgen. Diese Straße ist wiederum gut asphaltiert. Nach 31,2km sind wir unten im Tal der Biela angekommen (WP2-11). Die Fahrt geht jetzt auf einer mäßig befahrenen Straße immer geradeaus durch den Ortsteil Hütten zum Zentrum des Städtchens Königstein. Diese Straße hat in gewisser Weise technische Geschichte geschrieben, denn hier verkehrte von 1901 bis 1904 die erste O-Bus Linie der Welt. Im Kreisverkehr drehen wir eine dreiviertel Runde; dem Kreisel folgt eine Bushaltestelle, unmittelbar nach dieser fahren wir rechts unter der Eisenbahn hindurch und biegen gleich wieder nach links. Hier befinden wir uns auf dem guten alten Elberadweg (WP2-12). Diesem folgen wir über Kurort Rathen (WP2-13), Stadt Wehlen (WP2-14) und Obervogelgesang (WP2-15) bis zurück nach Pirna. Nach der Unterquerung der alten Elbbrücke wird am Carolabad (Gaststätte und Bootshaus) nach links abgebogen, die Eisenbahn und Straßenbrücke passiert und nach rechts in die für Busse und Fahrräder freigegebene Gartenstraße eingelenkt. Nur noch wenige Meter, dann sind wir nach 51,6km und 2h 20min reiner Fahrzeit wieder am Bahnhof in Pirna angelangt.
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Langenhennersdorfer Wasserfall. Bereits auf böhmischer Seite: Hoher Schneeberg (Decinsky Sneznik), 723m. Links Lilienstein (415m) und rechts Pfaffenstein (435m).
Langenhennersdorfer Wasserfall. Bereits auf böhmischer Seite: Hoher Schneeberg (Decinsky Sneznik), 723m. Links Lilienstein (415m) und rechts Pfaffenstein (435m).
Kirche in Bielatal. Blick zum Pfaffenstein (435m), dahinter der Papststein (452m). Die Barbarine am Pfaffenstein.
Kirche in Bielatal. Blick zum Pfaffenstein (435m), dahinter der Papststein (452m). Die Barbarine am Pfaffenstein.
Blick zur Festung Königstein (360m), dahinter der Lilienstein (415m). Auch nachts können Lilienstein und Festung Königstein reizvoll sein.  
Blick zur Festung Königstein (360m), dahinter der Lilienstein (415m). Auch nachts können Lilienstein und Festung Königstein reizvoll sein.  
Literaturempfehlung:
  • Topographische Karte von Sachsen (1:25.000), Geodäsie und Kartographie Dresden, Blätter 43 und 44
  • Detlef Krell, Urlaubshandbuch Sächsische Schweiz, Reise Know How Verlag Peter Rump, Bielefeld 1999, ISBN3-89416-630-4
Last update:
7.09.2004
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