Die Eisenbahntour Weissig.

Pirna - Lohmen - Dürrröhrsdorf - Weißig - Pillnitz - Pirna.

Tourenbeschreibung

Länge ca. 46 km
gesamter Höhengewinn ca. 460 m
Schwierigkeit einfach

Überarbeitet und mit verbesserter Routenführung im Mai 2003.
Die hier beschriebene Strecke führt von Pirna über Lohmen nach Dürrröhrsdorf. Von dort weiter entlang auf einer ehemaligen Eisenbahnlinie nach Weißig, hinab ins Elbtal und über Pillnitz zurück nach Pirna. Da es nur einen nennenswerten Anstieg gibt, ist diese Tour als einfach einzustufen. Weil auch Wald- und Feldwege schlechten Zustandes genutzt werden, ist die Tour nicht für Rennräder geeignet. Es gibt auch ein Höhenprofil dieser Tour. Weitere Dateien stehen im Downloadbereich bereit.
Vom Bahnhof in Pirna verläuft die Route anfangs wie bei der Burgenrunde. Auch diese Tourenbeschreibung beginnt am Pirnaer Bahnhof (Wegpunkt WP0). Von hier führt die Route an der Ampelkreuzung nach links auf die Brücke über die Elbe in Richtung des Stadtteiles Copitz. Kurz nach der Brücke, da wo der Radweg aufhört, biegen wir nach rechts in die Schulstraße ein. Dieser Straße folgen wir bis zu deren Ende, wo wir nach links in die Niederleite einbiegen. Nachdem wir einige 100m diese entlang gefahren sind, müssen wir die Vorfahrt beachten und fahren halbrechts auf der Hauptstraße weiter. Kurz darauf biegen wir an der eingegangenen Gaststätte "Felsenkeller" nach rechts in einen Wiesenweg ein. Dieser Gasthof ist an seiner großen Terrasse deutlich zu erkennen. Es folgt ein kurzer Anstieg, danach überqueren wir einen großen Platz, wobei wir auf der linken Seite dieses Platzes bleiben und an dessen Ende in eine mit Zone 30 gekennzeichnete Straße einfahren. Diese schmale Straße fahren wir immer weiter; wenn diese nach rechts abzweigt, fahren wir weiter geradeaus auf einem unbefestigten Weg. Bald ist der Ortsteil Mockethal erreicht. An der Einmündung fahren wir bergan und gelangen an eine Kreuzung (Stop-Straße). Hier trennen wir uns von der Burgenrunde und fahren geradeaus über die Kreuzung.
Durch die Siedlung Zatzschke führt ein sachter Anstieg durch die lockere Bebauung. Bald ist die Gaststätte "Weiße Taube" erreicht (WP6-01). Hier überqueren wir die von Pirna nach Lohmen führende Hauptstraße und biegen halbrechts in einen Feldweg ein. Nach nur wenigen Metern kommt eine Gabelung, an der wir uns links halten. Diesem Feldweg folgen wir bis zur Einmündung auf eine schmale, asphaltierte Straße (WP6-02). An diesem Abzweig steht eine Wegsäule aus längst vergangener Zeit. Wir biegen nach links in diese Straße ein, passieren die Eisenbahnlinie Pirna - Dürrröhrsdorf und erreichen das kleine Örtchen Daube, einen Ortsteil von Lohmen. An der Kante des steilen Abgrundes in das romantische Wesenitztal mit seinen vielen Mühlen fahren wir weiter bis zu einer Kreuzung, an welcher wir die Vorfahrt beachten müssen (WP6-03). Wir fahren etwa geradeaus und bleiben oberhalb des Tales. Es geht vorbei an der Kirche, dem Wirkungsort von Nicolai und ein Werk des Erbauers der Dresdener Frauenkirche, George Bähr.
Wird die Hauptstraße erreicht, benutzen wir diese nur wenige Meter, denn an der Ampelkreuzung verlassen wir diese nach links in Richtung Stolpen (WP6-04). Auf einer Pflasterstraße geht es an der Schule vorbei, kurz darauf ist die Straße wieder asphaltiert und wir verlassen Lohmen. Wieder queren wir die Eisenbahnlinie Pirna - Dürrröhrsdorf und gelangen kurz darauf an eine Straßengabelung (WP6-05). Die Hauptstraße führt rechts nach Stolpen, wir jedoch fahren geradeaus in Richtung Porschendorf. Nach nur 130m biegen wir nach rechts auf einen Waldweg ein, welcher mit einem Wanderwegweiser (grüner Strich, "Breiter Stein") markiert ist. Es ist die Alte Pirnsche Straße und diese verschafft uns den anfangs erwähnten steilen Anstieg von bis zu 10%. Am Ende des Anstiegs (WP6-06) ist links der 339m hohe Kuhberg mit seinen Sendeanlagen zu sehen. Nach vorn reicht der Blick tief in das Lausitzer Bergland hinein, nach hinten schweift der Blick bis ins Osterzgebirge. Über freies Feld fahrend erreichen wir nun das Dorf Dobra. An einer im Jahre 2000 neu errichteten wegweisenden Säule aus Sandstein wählen wir den linken Weg (WP6-07). Dieser ist gut asphaltiert und so geht es in rasanter Fahrt hinab.
Nach reichlich 800m gelangen wir an eine Einmündung, an welcher wir die Vorfahrt beachten müssen (WP6-08). Hier biegen wir nach links in die Dürrröhrsdorfer Straße ein. Wie der Name der Straße vermuten läßt, bewegen wir uns nun in Richtung Dürrröhrsdorf. Dieses schrieb sich auch vor der Rechtschreibreform schon mit drei r (eigentlich ja sogar vier...). Nochmals queren wir die Eisenbahnlinie Pirna - Dürrröhrsdorf und biegen gleich nach dieser Brücke nach links in Richtung Porschendorf ab (WP6-09). Hier berühren wir wiederum kurz die Linienführung der Burgenrunde. Jedoch schon 100m nach dieser Kreuzung biegen wir nach links in einen schmalen, asphaltierten Weg ein. Der Abzweig ist mit einem Wegweiser "Radweg Schönfelder Hochland" gekennzeichnet. Hier erreichen wir nun die eingangs erwähnte Eisenbahnlinie Dürrröhrsdorf - Weißig, auf deren Bett gegenwärtig ein Radweg entsteht. Der Anfang des Weges läßt auf eine gute Fortführung der Arbeiten hoffen. Am Viadukt über die Wesenitz wurde am 17.03.2002 noch gebaut. Eine wasserdichte Wanne war bereits gegossen, Gullis waren gesetzt und auch ein neues Geländer stand. Es sah so aus, als ob nur noch die abschließende Asphaltdecke fehlte. Ein Befahren war trotzdem ohne weiteres möglich. Wer die Burgenrunde schon gefahren ist, ist schon unter dieser Brücke hindurchgefahren.
Nach dem Viadukt queren wir eine Straße (WP6-10) und fahren weiter geradeaus auf dem wunderbar ausgebauten Radweg. Über freies Feld fahrend gelangen wir nach Wünschendorf. Hier müssen wir kurz die Trasse der Eisenbahn verlassen, denn einige Grundstücke haben sich auf den ehemaligen Bahnkörper ausgebreitet und außerdem fehlt eine Brücke über die Straße nach Dittersbach. Der Weg ist jedoch nicht zu verfehlen, denn es geht immer geradeaus. Wenn wir die Hauptstraße erreichen (WP6-11), biegen wir nach rechts ab und folgen dieser Hauptstraße, die gleich darauf nach links abbiegt. An diesem Abzweig sehen wir die Reste der fehlenden Brücke. Wir fahren auf dieser Hauptstraße in einer langgezogenen Linkskurve eine seichten Anstieg hinauf. Oben angekommen kann man an dessen Trassierung wieder deutlich den Bahndamm erkennen und wir biegen nach links auf diesen ein (WP6-12). Leider endet der schöne Asphaltweg nach nur wenigen hundert Metern und wird zu einem Wiesenweg in teils miserablen Zustand. Es empfiehlt sich, dieses Stück nicht unbedingt während oder kurz nach einer Regenperiode zu fahren. Die Eisenbahntrasse verschwindet in einem äußerst sumpfigen Loch; wir umfahren dieses auf der rechten Seite und stoßen auf einen Weg mit Fahrspuren aus Betonplatten (WP6-13). Auf diesen Weg biegen wir nach links ein und fahren ca. 100m bergab in eine Senke.
An einer Holzhütte in dieser Senke biegen wir gleich wieder nach rechts auf die Trasse der Eisenbahn ein. Oberhalb des Ortes Eschdorf fahren wir auf meist weniger guten Wegstücken entlang. Der Trassenverlauf ist deutlich zu erkennen und nicht zu verfehlen. Bald darauf ist Schullwitz erreicht. Auf dem Bahnhofsgelände befindet sich ein Lagerplatz für Bauschutt und einige Müllhaufen. Diese müssen wir galant umfahren. Am Ende dieses Platzes queren wir die Straße und fahren in eine schmale Straße hinein, an deren Anfang auf der rechten Seite eine Orientierungstafel steht (WP6-14). Wir folgen weiter der Eisenbahntrasse, welche hier den Zustand eines Feldweges hat. In Schönfeld queren wir eine Hauptstraße (WP6-15) und stehen scheinbar vor dem Aus. Auf der Eisenbahntrasse hat sich ein Betriebsgelände breitgemacht und versperrt die Weiterfahrt. Also biegen wir nach links ab und folgen ein Stück der Hauptstraße. Nach einer Rechtskurve sehen wir linkerhand die Dorfkirche und das Schönfelder Renaissanceschloss. Am Ende des Marktes folgen wir der Hauptstraße in einem Rechtsknick. Kurz darauf biegt die Hauptstraße links ab, wir fahren jedoch weiter geradeaus und treffen auf einen sehr gut ausgebauten Radweg. In diesen biegen wir nach links ein. Von Zeit zu Zeit sollen Aufplasterungen die Fahrt etwas verlangsamen, denn auch einige Fußgänger machen hier ihren Spaziergang.
Den Ort Cunnersdorf lassen wir wortwörtlich links liegen und radeln weiter auf diesem wunderbaren Weg. Bald ist auch schon Weißig, der Endort der Eisenbahnlinie, erreicht. Wir folgen der Strecke jedoch nicht ganz bis zu deren Ende. Auf der rechten Seite stehen schon die Häuser einer neu gebauten Weißiger Eigenheimsiedlung. Wenn wir dann auf eine Hauptstraße stoßen, biegen wir nach links ab (WP6-16). Auf der rechten Seite gibt es einen asphaltierten Radweg. Es geht einen leichten Anstieg hinauf und wir können vor uns den für Besucher geschlossenen Fernsehturm in Dresden sehen. Im Dresdener Ortsteil Gönnsdorf fahren wir an einem Stop-Schild geradeaus auf die Pappritzer Straße (WP6-17). Von nun an geht es ein ganzes Stück bergab. Nach den Gönnsdorfer Häusern ist auf der linken Seite ein Radweg angelegt. An einer Straßengabelung am Anfang von Pappritz fahren wir geradeaus weiter und fahren dabei links an einer in der Gabelung gelegenen Bushaltestelle vorbei (WP6-18). Es geht weiter immer geradeaus und der Hauptstraße folgend (Straße des Friedens). In ein paar Serpentinen geht es dann in das Elbtal hinab. An der Ampelkreuzung in Niederpoyritz (WP6-19) biegen wir vorerst nach links ab, folgen dann aber gleich der halbrechts abgehenden Laubegaster Straße. So entgehen wir dem starken Verkehr der Hauptstraße. Wir fahren ein leichtes Gefälle hinab und bleiben auf dieser schmalen Straße immer in Elbnähe.
Im nun folgenden Ortsteil Hosterwitz sehen wir die Kirche "Maria am Wasser" vor uns. Ein kurzer Besuch der malerisch an der Elbe gelegenen Kirche empfiehlt sich. (WP6-20). Bald ist dann auch schon die Parkanlage von Schloß Pillnitz erreicht. Wir fahren unter alten Bäumen eine Allee entlang. Über die Maille-Bahn gelangen wir zum Schloß Pillnitz (WP6-21). Siehe dazu auch die beigefügte Karte. Es versteht sich von selbst, daß man hier das Fahrrad schieben sollte, denn besonders an schönen Wochenenden wimmelt es hier von Menschen. Trotz des meist großen Ansturms empfiehlt es sich, hier eine kleine Pause zum Verweilen einzulegen und das Ambiente von Schloß und Park ein wenig auf sich einwirken zu lassen. Wir verlassen das Schloßgelände durch den südöstlichen (Neben-)Ausgang und fahren geradewegs zur Söbrigener Straße. Auf dieser wenig befahrenen Straße gelangen wir über Söbrigen und Birkwitz nach Pratzschwitz. Hier lädt ein schöner Badesee zur Pause ein (WP6-22). Eintritt ist keiner zu entrichten und jeder kann so baden gehen, wie er möchte. Früher war dies ein reiner FKK-See, dies hat sich aber mit den Jahren leider gewandelt. Heute liegt hier alles bunt gemixt durcheinander. Mehrere Imbißbuden sorgen für Verpflegung und Müll. Am See entlang führt ein Radweg. Diesen nutzen wir jedoch nur kurz, denn wir werden weiter die Straße nutzen. So verlassen wir den Radweg an der Stelle, wo sich die Straße vom See entfernt. Am Ortsausgang von Pratzschwitz queren wir ein weiteres Mal die Wesenitz, fahren an einer weiteren Kiesgrube vorbei und gelangen zur Pirnaer Sachsenbrücke. Wer mit dem Rad schon hier die Elbe überqueren möchte, fährt erst nach der Ampelkreuzung nach links und folgt dem Radwegweiser zur Sachsenbrücke. Wir jedoch wollen die Stadtbrücke zur Elbquerung nutzen. Dazu fahren wir weiter parallel zur Elbe und biegen erst unmittelbar vor der alten Sandsteinbogenbrücke nach links. Gleich darauf wird nach rechts abgebogen (WP6-23), unter der Eisenbahnbrücke hindurchgefahren und wiederum nach rechts geht es hinauf auf die Brücke. Am Ende der Brücke werden wir nach rechts abbiegen und wieder den Bahnhof von Pirna (WP0) und damit den Endpunkt dieser Tour erreichen.
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Über dem Wesenitztal thront das Schloß in Lohmen. Wegweisende Sandsteinsäule bei Dobra. Radweg zwischen Dürrröhrsdorf und Porschendorf.
Über dem Wesenitztal thront das Schloß in Lohmen. Wegweisende Sandsteinsäule bei Dobra. Radweg zwischen Dürrröhrsdorf und Porschendorf.
Über diesen Viadukt in Porschendorf führt der Radweg. Blick über die Hügellandschaft bei Porschendorf. Fehlende Brücke in Wünschendorf.
Über diesen Viadukt in Porschendorf führt der Radweg. Blick über die Hügellandschaft bei Porschendorf. Verständlich, weshalb in Wünschendorf der Radweg nicht ganz der Eisenbahntrasse folgt.
Renaissanceschloss Schönfeld. Das berühmte Schloß in Pillnitz. Badesee in Pratzschwitz.
Renaissanceschloss Schönfeld. Das berühmte Schloß in Pillnitz. Diese Kiesgrube zwischen Birkwitz und Pratzschwitz ist ein sehr beliebter Badesee.
Literaturempfehlung:
  • Topographische Karte Blatt 43 - Sächsische Schweiz - Pirna (1 : 25.000), Landesvermessungsamt Sachsen, Dresden 1996, ISBN 3-86170-903-1
  • Wander- und Radwanderkarte Dresden und Umgebung (1 : 50.000), Sachsen Kartographie, Dresden 2000, ISBN 3-932281-29-2
  • Radwanderkarte des ADFC - Dresden und Umgebung (1 : 75.000), BVA Bielefelder Verlagsanstalt, Bielefeld 2002, ISBN 3-87073-288-1
Last update:
7.09.2004
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